Die TOMA-Maske, zum ersten Mal im Browser. NEO ist Schmetterlings Reservierungssystem — das erste seiner Art komplett auf Webtechnologien.#
- KundeSchmetterling Reisen GmbH & Co. KG (heute Schmetterling International)
- BrancheTouristik / Reisevertrieb
- Jahr2012–2017
- LeistungWeb-Plattform · Architektur
- StackAngularJS · HTML5 · SOAP
- Statusläuft · wird von Schmetterling intern weiterentwickelt
- Livego-suite.com/neo
In der deutschen Touristik führt kein Weg an TOMA vorbei: Über diese eine Maske buchen Reisebüros seit Jahrzehnten ihre Pauschalreisen. Und sie ist zu Recht der Standard, denn für geübte Hände ist TOMA eines der schnellsten Buchungssysteme am Markt — Expedienten bedienen die Maske blind, Tastatur statt Maus, jeder Handgriff sitzt. Wer das einmal in einem vollen Reisebüro gesehen hat, versteht, warum niemand freiwillig auf etwas Langsameres wechselt.
Nur lebte diese Maske in der Terminal-Welt: installierte Software, gepflegt an jedem einzelnen Arbeitsplatz, gebunden an den Rechner, auf dem sie eingerichtet war. Schmetterling baute für seine Büros längst eine ganze Produktwelt — Vanessa fürs Beraten und Preisvergleichen, Urania als Buchungsstrecke fürs Web, Bombyx für den Vertrieb, Quadra als Content-Management, Argus fürs Mid- und Backoffice. Was fehlte, war das Herzstück: die Buchung selbst, im Browser. Ein TOMA-System komplett im Web gab es nicht. Und der Maßstab stand trotzdem fest: exakt so schnell wie die Maske. Nur besser.
Schmetterling hat uns 2012 mit der Konzeption und Entwicklung der kompletten Anwendung betraut — zwei Jahre nach dem Beginn unserer Partnerschaft. Der Auftrag war eine Wette auf junge Technologie: AngularJS und HTML5, beide gerade erst dabei, ernst genommen zu werden. Wir haben früh auf sie gesetzt, denn sie waren der Weg zu einer Anwendung, die sich wie Software anfühlt und trotzdem nur einen Browser braucht.
Die eigentliche Bauaufgabe war nicht das Web — es war die Tastatur.
Die Tastatur war die eigentliche Bauaufgabe
Die größte Herausforderung war nicht, TOMA ins Web zu bringen — es war, die Bedienung dort weiterzuführen. Eine Expedientin, die zehn Jahre lang blind gebucht hat, verzeiht keinen Fokus, der im falschen Feld landet. Also hieß die Arbeit: stringente Tastaturführung durch jede Eingabe, Autocomplete, das mitdenkt statt zu bremsen, Eingabekorrektur, die Fehler abfängt, bevor sie den Vorgang kosten, und eine Datenpipeline, die die Maske so schnell füllt, wie Expedienten tippen. Das meiste davon sieht man nicht — man merkt es nur, wenn es fehlt.
Hinter der Maske lag die zweite Hälfte der Aufgabe: die Datenpipeline. Eine TOMA-Abfrage fragt live bei Veranstaltern an, und die Antwort muss in der Maske stehen, bevor die Expedientin das nächste Feld erreicht — sonst ist der Geschwindigkeitsvorteil, für den TOMA steht, im Browser verloren.
Dazu der Teil, über den 2012 niemand gern sprach: Das alles musste auch im Internet Explorer 6 laufen. Ein Browser aus einer Zeit, in der Web-Anwendungen noch niemand ernst nahm — und aus den Reisebüros trotzdem nicht wegzudenken. Wer für die Büros baute, baute für ihn mit.
14 Jahre
trägt die Applikations-Architektur von 2012
IE6
der älteste Browser, der mitspielen musste
Release 2001
Was NEO trägt
NEO deckt den Alltag eines Reisebüros ab — nicht in Etappen, sondern als System:
- die TOMA-Buchungslogik als reine Web-Anwendung, ohne Installation am Arbeitsplatz
- Veranstalter direkt buchbar — Pauschalreisen ebenso wie Bettenbanken, Mietwagenbroker und Kreuzfahrten
- interne Vorgangs- und Kundenverwaltung, damit Buchung und Kundendaten in einem Werkzeug bleiben
- automatische Datenübernahme: Kunden-, Flug- und Hoteldaten speichert das System selbst, getippt wird nur, was neu ist
- direkter Versicherungsvergleich im Buchungsfluss
- Flugbuchung im selben System
- fälschungssichere digitale Signatur, damit aus dem papierlosen Vorgang kein ungesicherter wird
Die Liste liest sich heute selbstverständlich. Sie war es nicht: Jedes dieser Stücke existierte 2012 nur in installierter Software — NEO musste sie alle gleichzeitig ins Web übersetzen, ohne dass ein Büro etwas verlernen muss.
Vom Auftrag zur GO Suite
Schmetterling betraut uns mit Konzeption und Entwicklung der kompletten Anwendung. Wir setzen auf AngularJS und HTML5 — als Early Adopter, nicht als Nachzügler.
Wir integrieren die SOAP-API von hotel.de in das bestehende Backend, samt Vorgangsverwaltung und -abfrage: ein weiterer Anbieter, dieselbe Maske, kein neues Werkzeug für die Büros. Und weil eine Integration nur so stabil ist wie die Schnittstelle dahinter, helfen wir hotel.de nebenbei, die eigene API stabil auszubauen — stand so nicht im Auftrag, machte das Produkt aber auf beiden Seiten besser.
Schmetterling holt die Entwicklung ins eigene Haus. Genau dafür war die Architektur gebaut.
NEO wird weiter vertrieben, inzwischen neben Argus, Xena, Quadra, Urania und Bombyx in Schmetterlings Produktfamilie — mit einer neuen Flugsuche, die Schmetterling gemeinsam mit DER Touristik entwickelt hat. Nicht mit uns.
Was davon nicht im Code steht
Konzeption von null
Bedienung vor Technik
Technologie-Urteil
Architektur, die Erweiterung aushält
Sehen statt lesen
Schmetterling zeigt NEO am liebsten selbst — das Einführungsvideo stammt aus ihrem eigenen Kanal:
NEO wurde, was der Maßstab verlangte: die erste TOMA-Maske, die nur einen Browser braucht. Und die Applikations-Architektur, die wir 2012 dafür entworfen haben, trägt das System bis heute — durch den Umzug in die GO Suite, durch eine Flugsuche von fremder Hand, durch vierzehn Jahre Weiterentwicklung, an deren Ende wir längst nicht mehr beteiligt waren.
„Der beste Entwickler, den in je kennenlernen durfte! codeculture ist für uns zu einem langjährigen und verlässlichen Partner geworden, welcher durch technisches Know-How und eine unglaubliche Kreativität begeistert."
TOMA läuft im Browser, als wäre es nie anders gewesen.
FAQ
Die Buchhaltung hinter der Buchung ist ein eigener Fall: Die Finanzbuchhaltung in Argus.
